Ferien, Fasching, Fantasie

Love is in the Air

Einige haben bis jetzt den Christbaum im Zimmer stehen. Verrückt. Die Seitenaltäre neigen sich nach vor. Verrückt. Alle haben Masken auf. Die Zeit spielt verrückt. Ich gehe um 21:00 schlafen. Verrückt. Ich wache um 4:00 auf. Verrückt. Ich esse Linsen. Verrückt. Die Gottesdienste kommen übers Internet. Verrückt. Es liegt Liebe in der Luft. Verrückt. Gott bleibt den Verrückten treu. Verrückt.

Wann ist das endlich vorbei?

Er ist mein Freund

4 Tipps um durchzuhalten:

Ich brauche einen geregelten Tagesablauf, viel Bewegung und Gespräche mit Freunden (übers Telefon). Für meine Seele brauche ich eine Zeit, in der ich in die Stille gehe und es ist sinnvoll, mich mit Gott zu beschäftigen.
Ein Mensch erzählt seinen Traum: „Ich ging am Meer entlang mit meinem Gott. Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten Bilder aus meinem Leben. Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand, meine eigene und die meines Gottes. Als das letzte Bild an meinen Augen vorüber gezogen war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte, dass an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens. Besorgt fragte ich: „Gott, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein. Aber jetzt entdecke ich, dass in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist. Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?“ Da antwortete er: „Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten. Dort wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen.“ Der Mensch bedankte sich bei Gott. Er sah, in der Not trägt ihn Gott.

Ich weiß, dass die Pandemie vorbeigeht. Ich weiß auch, dass im Lockdown und in der Quarantäne der treue Gott uns trägt. Er gibt mir auch zum Durchhalten seinen belebenden Geist – wenn ich will. Warum soll ich seinen Geist nicht wollen? Er ist wie mein Kaffee am Nachmittag. Ohne ihn bin ich müde und schlaff. Komm, Gottes Geist, starte mit mir durch!

20 Tipps für den Alltag bei Quarantäne oder Lockdown.

Johannes Hartl bringt 20 Tipps für den Alltag bei Quarantäne, die auch für den Lockdown gelten kann, wenn wir alleine Zuhause sind. In jeder Krise ist eine Chance.

  1. Gehe zu einer festen Zeit ins Bett und stehe rechtzeitig auf. Lass dich nicht hängen.
  2. Folge einem festen Tagesplan. Das Hilft der Psyche.
  3. Beginne jeden Tag mit einer festen Routine.
  4. Treibe täglich Sport.
  5. Nimm dir anspruchsvolle Lektüre vor.
  6. Verbringe wenn möglich mindestens eine Stunde am Tag in der Natur.
  7. Beschränke die Zeit in der du Video schaust oder zockst.
  8. Verzichte auf Pornos.
  9. Mach Video-Gesprächs-Termine mit Freunden aus, bei denen du nicht stark sein musst.
  10. Halte Ordnung und Sauberkeit in deiner Wohnung und bei deiner Kleidung.
  11. Plane jeden Tag eine Stunde „Stille Zeit“ (Gebet, Meditation) ein.
  12. Lies jeden Tage eine Stunde in der Bibel. Beginne mit Genesis 1 oder Matthäus 1.
  13. Lebe genau einen Tag.
  14. Mach eine Dankbarkeitsliste.
  15. Traue deinen eigenen Gedanken nicht, wenn es in dir tobt.
  16. Im Hier und Jetzt ist immer ein bisschen Frieden.
  17. Du bist für den Umgang mit deinen Emotionen verantwortlich.
  18. Mache oder lerne etwas Kreatives.
  19. Gott hält deine Wut, Enttäuschung, Einsamkeit aus. Bring sie ihm.
  20. Diese Zeit wird enden und diese Zeit kann dir zum Nutzen werden.

In der Dunkelheit ist es besser, eine Kerze anzuzünden als über die Dunkelheit zu klagen.
Quelle: Mir fällt die Decke auf den Kopf

Das Netz der helfenden Hände

Das Ehepaar Tutić leben in Bosnien von Aushilfsarbeiten. Die Eltern von 4 minderjährigen Kindern haben ihr Haus durch Überschwemmungen verloren. Die Familie wohnt in einem verlassenen Haus. Das Ehepaar Tutić hilft bei humanitären Aktionen und kümmert sich um ältere Menschen und Flüchtlingsfamilien.

Das Wiener Pfarrnetzwerk hilft ihnen. Es werden Nahrungsmittel organisiert und Wohnungen gesucht. Hier ist der Geist Jesu spürbar. Die Pfarren lesen nächsten Sonntag das Evangelium der Fischer vor. Sie sind bei ihren Netzen und Jesus ruft sie. Die Fischer sehen ihn, sind von seiner Ausstrahlung fasziniert und folgen ihm. Später erkennen sie, dass er erfüllt ist vom Heiligen Geist. Dieser Geist Gottes ist ein Netzwerker. Er hilft ein Netz helfender Hände zu knüpfen.

Statt dem Fischernetz ein Netz der Hilfe

Sie verlassen ihre Netze und bilden ein neues Netz, ein Netz der helfenden Hände. Dieses Netz wird immer größer. Über Jahrhunderte hinweg bis heute. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pfarrnetzes reicht das Netz bis Bosnien. Da sieht man, was Nachfolge Jesu und Geist Gottes bewirkt.

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Amanda Gorman Reads Poem „The Hill We Climb“ at Inauguration

Mr. President, Dr. Biden, Madam Vice President, Mr. Emhoff, Americans, and the world, when day comes, we ask ourselves where can we find light in this never-ending shade? The loss we carry a sea we must wade. We have braved the belly of the beast. We have learned that quiet is not always peace. In the norms and notions of what just it is not always justice. And yet, the dawn is ours before we knew it. Somehow, we do it. Somehow, we have weathered and witnessed a nation that is not broken, but simply unfinished. We, the successors of a country and a time where a skinny black girl descended from slaves and raised by a single mother can dream of becoming president only to find herself reciting for one.

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Der Segen Gottes möge dich umarmen

Sonne
und
Segen,
Wind
und
Regen.

Es gibt ein Lied, das einigen in unserer Gemeinde sehr nahe geht. Es besingt die Zuwendung Gottes. Sonne, Wind, Regen und Schlaf sollen deine Freunde sein. Sie sind uns wie der umarmende Segen und der kreative Heilige Geist die guten Erfahrungen der liebevollen Anwesenheit Gottes.

Der Segen Gottes möge dich umarmen, egal, wohin dich deine Wege führ’n.
Die Liebe und sein göttliches Erbarmen, sollst du bis in die Zehenspitzen spür’n.
Der Segen Gottes möge dich umarmen.
1. Möge die Sonne dich wie ein Freund begleiten, wohin dein Weg auch immer führen mag.
Möge die Sonne dir deine Seele weiten, in dieser Stunde, an jedem Regentag.
Refrain: Der Segen Gottes möge dich umarmen, egal, wohin dich deine Wege führ’n.
Die Liebe und sein göttliches Erbarmen, sollst du bis in die Zehenspitzen spür’n.
Der Segen Gottes möge dich umarmen.
2. Möge der Wind dir seine Sanftheit zeigen, die Freiheit und die Unbekümmertheit.
Möge der Wind dich immer vorwärts treiben, und dich bewahren vor Kummer und vor Leid.
Refrain: Der Segen Gottes möge dich umarmen, egal, wohin dich deine Wege führ’n.
Die Liebe und sein göttliches Erbarmen, sollst du bis in die Zehenspitzen spür’n.
Der Segen Gottes möge dich umarmen.

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Thomas Bernhard: Ich bin so allein

Am 9. Februar 2021 wäre Thomas Bernhard 90 Jahre alt geworden.
Mir gefallen seine ausdrucksstarken Texte. Zwei Texte veröffentlichte er 1958, die mir sehr nahe gehen.

Der eine beginnt mit:
Ich weiß keine Straße mehr die hinaus führt
ich weiß keine Straße mehr
komm hilf
ich weiß nicht mehr was mich befallen wird in dieser Nacht
ich weiß nicht mehr was Morgen ist
und Abend
ich bin so allein
o Herr
und niemand trinkt mein Leiden
keiner steht an meinem Bett
und nimmt die Qual mir ab
und schickt den Wolken mich
und grünen Flüssen
die ins Meer hinrollen …

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Die Liebe zu den Menschen lernen

Der Messias, der sein Volk und die Welt von Hass und Neid befreien wird

Ich liebe die unverständlichen Sätze in der Bibel und die Szenen, die sich dabei abspielen. Da sieht Johannes der Täufer Jesus vorbeigehen und sagt zu seinen Anhängern: Seht, das Lamm Gottes! Da verlassen die zwei Anhänger Johannes und folgen Jesus.

Schon dass Jesus bei Johannes vorbeigeht, erstaunt mich. Anscheinend hatte Jesus schon eine Richtung nach seiner Taufe.

Als Jesus sich von Johannes taufen ließ, sagte der Täufer im Blick auf Jesus: „Seht das Lamm Gottes,“ mit dem Zusatz: „das die Sünde der Welt hinweg nimmt.“ In der aktuellen Szene wiederholte er seine Aufforderung: „Seht, das Lamm Gottes.“ Ich staune, dass seine zwei Anhänger das verstehen und Jesus nachfolgen. Ich hätte es nicht verstanden und wäre nicht mitgegangen.

Aber die Menschen damals sahen auf den Tempel, in denen Lämmer Gott geopfert wurden. Ein „Lamm Gottes“ gehört Gott. Es kann meiner Ansicht nach nicht Gott geopfert werden, es gehörte ja schon Gott. Wem soll es dann geopfert werden? Den Menschen? Wir kennen bei Jesus eine andere Szene, in der er sagt: “Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt“ (Joh 15,13). Wenn das beim Lamm Gottes gemeint ist, dann wäre das eine Umdrehung der Opferhandlung. Nicht Menschen opfern Gott ein Lamm, sondern Gott selbst opfert sich den Menschen.

Ich glaube, Gott zeigt sich uns als großer Liebender. So kann ich verstehen, dass sich die zwei Jünger Jesus anschlossen, um etwas Neues, zum Beispiel Nächstenliebe zu lernen. Sie nannten Jesus Lehrer und sahen in ihm den Messias, der sein Volk und die Welt von Hass und Neid befreien wird.

Da passte es gut, wenn Johannes den Zusatz „Der die Sünde der Welt hinweg nimmt“ dem Jesus und seinen Anhängern auf den Weg mitgab. Die Sünde der Welt ist für mich die „Absonderung von Gott“. Die Welt hat sich von Gott distanziert und diese Absonderung überwindet der Messias, der heilt, stirbt und zu Ostern aufersteht. Die Nähe Gottes kommt dann endgültig zu Pfingsten, wenn er in unseren Herzen Wohnung nimmt. Vielleicht spüren wir das.

Gott: Opfert keine Schafe

Eine Szene mit Gott und opfernden Priestern

Gott: Opfert keine Schafe und Lämmer. Ich opfere mich selbst. Nicht für mich, sondern für euch. Weil ich euch liebe.

Priester: Das ist schön. Aber die Opfer bleiben.

Gott: Macht den Tempel zu einem reinen Gebetshaus.

Priester: Dann haben wir keine Opfer, keine Einnahmen, keine Aufgaben. Wir verarmen. Willst du das?

Gott: Nein. Ihr habt viele Talente. Ich schlage mein Zelt unter euch auf.

Priester: Zelte kann der Sturm abreißen und mitnehmen. Ein steinerner Tempel ist da besser.

Gott: Aber unbeweglich und er kann leicht zerstört werden, wie es die Babylonier gemacht haben und es die Römer auch machen werden. Nein, mein Heiliger Geist betet dann in euch allen.

Priester: Aber dann gibt es keinen Unterschied mehr zwischen uns und dem Volk.

Gott: Dafür bin ich euch sehr nahe. Wir werden sehen.

Priester: Wir werden sehen.

Die Liebe steigt aus dem Jordan

Wenn ich über den Jordan gehe, dann heißt das, dass ich sterbe und ins Jenseits gehe. Am Jordan geschieht nicht immer, aber oft Außergewöhnliches. Wenn Jesus sich von Johannes taufen lässt, dann taucht er ganz tief hinein in den Fluss dieser Welt. Der Jordan ist der Übergang von der Unterdrückung zur Freiheit, vom Tod zum Leben, von der Gottesferne zur Gottesnähe. Wenn Jesus aus dem Jordan steigt, dann kommt er als Botschafter der Liebe Gottes. Wenn wir am Sonntag das feiern, dann wird das gegenwärtig und Jesus kommt uns aus dem Jordan entgegen.
Die Taufe Jesu ist eine einmalige Sache. Damit das keine einmalige Sache bleibt, passiert es, dass der Himmel aufreißt und der Heilige Geist auf ihn herabschwebt. Der Geist schwebt immer schon gerne, wie es schon im Anfang, im Buch Genesis bei der Erschaffung des Universums heißt: Gottes Geist schwebte (Gen 1,2b). Dieser Heilige Geist inspiriert nicht nur Jesus in einmaliger Weise, sondern er setzt fort, was mit Jesus begann. Nach Jesu Aufnahme in den Himmel, als er zum Vater entschwebte, waren wir allein. Wer, wenn nicht der Geist Gottes, zeigte uns zu Pfingsten, dass wir nicht verlassen sind. Dieser Gottesgeist begleitet die Kirche seit zweitausend Jahren. Nicht immer habe ich mich gefragt, was er mir sagen will. Ich verspreche, ich werde den Heiligen Geist das fragen.