Archiv der Kategorie: Soziales

Wenn ich frustriert bin nehme ich ein Messer

„Wenn ich frustriert bin nehme ich ein Messer und stürze mich im Supermarkt oder am Bahnhof auf andere Menschen, schreie Allah-hu-Akbar und ramme ihnen das Messer in den Bauch. Dann bekennen sich meine Freunde im IS zu dem Attentat, ich bin berühmt und habe den Sinn in meinem Leben gefunden: ein guter Gefährte Mohammeds zu sein und nach dem Tod bei Allah mit allen Freuden des Himmels beschenkt zu werden. Juchhu! Das ist suuuuuper!“

Diese Ideologie hat eröffnte eine grandiose Hoffnung für Menschen, die frustriert sind. Verdammte dieser Erde, ihr braucht nur ein Messer oder einen LKW, ermordet damit einige Ungläubige oder Abgefallene, ihr werdet erfolgreich und bei den Gefährten Mohammeds berühmt.

Die Alternative zu dieser Ideologie ist die Freundschaft mit Jesus. Es ist nicht schwer, ein Freund von Jesus zu sein. Ich kann auf ihn vertrauen und ihn zum Vorbild nehmen. Er vertraute ganz auf seinen Vater und dieser weckte ihn vom Tod auf. Wenn ich als Christin oder Christ frustriert bin kann ich wie Jesus handeln. Ich kann diesen Frust unserem göttlichen Vater übergeben und neu anfangen. Dieser Neuanfang wird getoppt mit einem neuen Pfingsten, wenn der Heilige Geist uns neue Ideen der kreativen Liebe gibt. Am Ende unseres Lebens hoffe ich auf die paradiesische Herrlichkeit und Liebe bei Gott.

Ich brauche kein Mördermesser und keinen Mörder-LKW, sondern nur Vertrauen in Jesus, den Befreier von Frust, Angst und Einsamkeit.

Ein LIKE für dich

Heute war ich mit einem Freund in der Kirche. Auf einmal zündet der sich eine Zigarette an. Ich konnte es nicht glauben! Raucht der einfach eine Zigarette in der Kirche! Vor Schreck wäre mir fast mein Bier aus der Hand gefallen!
Die Erkenntnis aus diesem Witz: Bevor du die anderen kritisierst, schau zuerst auf dich. Du siehst in deiner Umgebung, dass da jemand etwas Komisches macht. Du fragst dich, ob du etwas dagegen tun sollst. Da hilft Jesus mit seinen Geschichten:

Hier kommt das Evangelium zum Sonntag: Ich lass das Unkraut wachsen.
Die Matthäusgemeinde erinnert an das Gleichnis von dem Unkraut und dem Weizen. Wenn Menschen das Unkraut in ihrer Familie oder Gemeinde ausrotten, wird auch der Weizen ausgerissen. Die anderen Gleichnisse handeln vom Wachsen des Reiches Gottes: Es fängt klein an und wird immer größer. Am Ende werden alle Gerechten wie die Sonne bei Gott-Vater leuchten.

In jener Zeit erzählte Jesus der Menge folgendes Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während nun die Leute schliefen, kam sein Feind, säte Unkraut unter den Weizen und ging wieder weg. Als die Saat aufging und sich die Ähren bildeten, kam auch das Unkraut zum Vorschein.
Da gingen die Knechte zu dem Gutsherrn und sagten: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher kommt dann das Unkraut? Er antwortete: Das hat ein Feind von mir getan. Da sagten die Knechte zu ihm: Sollen wir gehen und es ausreißen?
Er entgegnete: Nein, sonst reißt ihr zusammen mit dem Unkraut auch den Weizen aus. Lasst beides wachsen bis zur Ernte. Wenn dann die Zeit der Ernte da ist, werde ich den Arbeitern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber bringt in meine Scheune.
Er erzählte ihnen ein weiteres Gleichnis und sagte: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, das ein Mann auf seinen Acker säte. Es ist das kleinste von allen Samenkörnern; sobald es aber hochgewachsen ist, ist es größer als die anderen Gewächse und wird zu einem Baum, sodass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten.
Und er erzählte ihnen noch ein Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchsäuert war.
Dies alles sagte Jesus der Menschenmenge durch Gleichnisse; er redete nur in Gleichnissen zu ihnen. Damit sollte sich erfüllen, was durch den Propheten gesagt worden ist: Ich öffne meinen Mund und rede in Gleichnissen, ich verkünde, was seit der Schöpfung verborgen war.
Dann verließ er die Menge und ging nach Hause. Und seine Jünger kamen zu ihm und sagten: Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker. Er antwortete: Der Mann, der den guten Samen sät, ist der Menschensohn; der Acker ist die Welt; der gute Samen, das sind die Söhne des Reiches; das Unkraut sind die Söhne des Bösen; der Feind, der es gesät hat, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Welt; die Arbeiter bei dieser Ernte sind die Engel. Wie nun das Unkraut aufgesammelt und im Feuer verbrannt wird, so wird es auch am Ende der Welt sein: Der Menschensohn wird seine Engel aussenden und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen, die andere verführt und Gottes Gesetz übertreten haben, und werden sie in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen. Dann werden die Gerechten im Reich ihres Vaters wie die Sonne leuchten. Wer Ohren hat, der höre! (Evangelium nach Matthäus, Erklärungen im Bibelwerk: Matthäus 13, 24-43)

Ein unmaßgeblicher Vergleich

Die Rechtspopulisten und ihre Feinde

Oh Gott, wer bin ich? Willibald Sandler schreibt in der Furche über Rechtspopulisten wie Norbert Hofer und stellt Überlegungen zur Feindbildproduktion an. Er warnt vor der Nachahmung der Rechtspopulisten durch ihre Gegner, die in dieselbe Falle der Produktion von Feindbildern tappen könnten. Die Lösung läge bei der nicht abgrenzenden, positiven Identität. Für Sandler ist das Hereinholen von Außenseitern ein beinharter „Community-Test“. Ich denke mir, René Girard hat schon Recht, wenn er vor der Nachahmung des Gegners warnt.
Eine Frage der Identität. Rechtspopulismus wird auch hierzulande zunehmend zur politischen Option. Dies bedeutet eine Herausforderung – gerade für Christen. Von Willibald Sandler in der Furche

Der Papst soll Europa helfen

Das Projekt Europa droht zu scheitern. Papst Franziskus bekommt den Karlspreis, und die höchsten EU-Repräsentanten erbitten Hilfe von oben.
Das schreibt Alexander Schwabe in Christ in der Gegenwart. Die Größen der Europäischen Union kamen nach Rom: Bundeskanzlerin Angela Merkel,  Parlamentspräsident Martin Schulz, Kommissionschef Jean-Claude Juncker und Ratsvorsitzender Donald Tusk und Gesandte der Stadt Aachen, die ihm den Karlspreis für seine Verdienste um Europa verliehen. „In tiefer Sorge um den Zusammenhalt Europas kommen wir hierher“, sprach der Aachener Oberbürgermeister Marcel Philipp in Rom. Die „Erosion des kulturellen und moralischen Fundamentes in Europa“ sei beängstigend, „rechtsextreme Parolen und Strukturen der Renationalisierung dringen in die Mitte der Gesellschaft vor“. Auch Martin Schulz wollte „es klar sagen: Europa durchlebt eine schwere Solidaritätskrise; unsere gemeinsame Wertebasis gerät ins Wanken“, Populisten trieben ihr böses Spiel, indem sie Ängste schürten. Der Papst teilte die Analyse und sprach selbst von einem „heruntergekommenen Europa“. „Was ist mit dir los, humanistisches Europa?“

Aus: Christ in der Gegenwart 15. Mai 2016

Angenommen in Molenbeek leben nur Buddhisten

Molenbeek hat 40% Jugendarbeitslosigkeit. Angenommen, es würden überwiegend Buddhistinnen und Buddhisten dort leben. Gäbe es dann radikale Mönche, die die Jugendlichen zum Krieg gegen den Westen aufrufen würden? Ich vermute, dass das nicht passieren würde. Angenommen,  es würden nur Jüdinnen und Juden dort leben. Würde es dann radikale Rabbis geben, die die Jugend zum Krieg gegen den Westen aufrufen würden? Ich vermute, dass das nicht der Fall sein würde. Angenommen es würden nur Christinnen und Christen in Molenbeek leben. Würden dann radikale Prediger Jugendliche zum Krieg gegen den Westen auffordern? Ich vermute, dass das nicht der Fall sein würde. Angenommen, es würden in Molenbeek nur Hindus wohnen. Würden dann radikale Brahmanen oder Mönche die Jugendlichen zum Krieg gegen den Westen aufrufen? Ich vermute, dass das nicht geschehen würde.
So warum geschieht es dann in Molenbeek? Was ist hier anders?

Der Terror bleibt uns!

Der Terror bleibt uns, solange wir die Ideologie des islamistischen Terrors nicht bekämpfen. Welches Institut beschäftigt sich wirklich ernsthaft mit der Ideologie der Attentäter? Erst wenn die Ideologie wahrgenommen und die Ideen dahinter erkannt werden, kann man Alternativen entwickeln. Irene Harand, die Wiener Antinationalsozialistin schrieb ihr Buch „Sein Kampf“ als Antwort auf das Buch „Mein Kampf“ von Adolf Hitler. Sie wusste, dass nur ein argumentativer Kampf diese Ideologie bekämpfen kann.  Da können wir noch so viel Polizei und Geheimdienste einsetzen. Solange es keine intellektuelle Anstrengung gibt, den islamistischen Terror systematisch zu untersuchen, solange werden wir in den nächsten 100 Jahren diesen Terror vor unserer Haustüre haben.
Die Selbstmordattentäter des 11. Septembers schreiben in ihren Memos: Reinige dein Herz … von allen irdischen Dingen … Die Zeit des Vergnügens und der Verschwendung ist vorbei … Sei optimistisch … Jeder hasst den Tod, fürchtet den Tod … Du wirst in das Paradies eingehen“. Sie haben ein politisches- apokalyptisches Ziel, die westliche Welt als Welt des Bösen in ihrem symbolischen Machtzentrum zu treffen und sie haben ein individuelles Ziel, selber ins Paradies zu gelangen. Sie verstehen sich als Kämpfer der guten Seite, der Welt Allahs. Sie stellen sich auf die richtige Seite und kämpfen gegen die böse Welt des Satans, die westliche Welt. Auch die Reinigung des Körpers und der Kleider, wie es die Attentäter in den Anweisungen „The last night: Step-By-Step“ beschreiben, gehören zu einem dualistischen Weltbild, wo zwei Götter, Allah und der Satan, gegeneinander kämpfen und die Reinheit Zeichen für die gute Seite ist.
Links:Nur Ideen, nichts als Ideen bringen die Welt voran
So viel Nazi-Ideologie steckt im Islamismus
Den Islamismus müssen wir mit Geist bekämpfen
Die apokalyptische Welt des IS