Archiv der Kategorie: Leid

Rache oder Vergebung in Charleston

Nach dem Attentat auf afroamerikanische Christinnen und Christen in Charleston, USA, bei dem neun Menschen getötet wurden, sorgten die Angehörigen für Erstaunen. Bei einer Anhörung richteten sie sich an den Attentäter, verziehen ihm und forderten ihn auf, seine Tat zu bereuen, damit es ihm besser gehe. Gleichzeitig lehnten sie Rachegedanken ab und baten Gott, ihm zu verzeihen.
Auch US-Präsident Barack Obama war gerührt. Die Antwort der Familien der neun Toten sei „ein Ausdruck von Glauben, der unvorstellbar ist, aber der die Güte des amerikanischen Volkes widerspiegelt.“
Anthony Thompson, ein Angehöriger einer Toten sagte: „Ich vergebe dir, meine Familie vergibt dir“, Die Familien der Opfer würden es gerne sehen, dass der Attentäter Dylann R. Reue zeige. „Tue das und es wird dir besser gehen“.
Felecia Sanders überlebte das Massaker in der Emmanuel African Methodist Episcopal Church. Ihr Sohn hingegen wurde erschossen. „Wir haben dich am Mittwochabend mit offenen Armen in unserer Bibelgruppe willkommen geheißen“, sagte sie zum Attentäter. Er war in die Bibelstunde gekommen und hatte fast eine Stunde lang mit den Gläubigen zusammengesessen, bevor er das Feuer eröffnete. „Du hast einige der wunderbarsten Menschen getötet, die ich kenne“, sagte Sanders zu R. „Jede Faser meines Körpers tut weh.“ Und dann: „Möge Gott dir gnädig sein.“
Bethane Middleton-Brown verlor ihre Schwester DePayne, die als Geistliche in der Gemeinde aktiv war: „Ich bin ‚work in progress‘, ich gebe zu, dass ich sehr zornig bin. Aber DePayne lehrte mich, dass unsere Familie durch Liebe errichtet wurde. Wir haben keinen Platz für Hass, wir müssen vergeben. Ich bete zu Gott für deine Seele.“
Obwohl ihr Großvater Daniel Simmons und die anderen Opfer durch eine Tat des Hasses gestorben seien, sagte Alana Simmons bei der Anhörung bei Gericht, werde der Hass nicht gewinnen.
Richter James Gosnell sagte: „Charleston ist eine sehr starke Gemeinschaft. Wir haben große Herzen. Wir sind eine liebende Gemeinschaft“, Er forderte die Bürger von Charleston auf, auch der Familie des jungen Mannes durch diese schwere Zeit zu helfen.
Pastor Thomas Dixon fasste die Botschaft der Angehörigen zusammen: Liebe statt Hass, Vergebung statt Rache. Das sei die Macht, die dem Täter weggenommen worden sei. „Der Schmerz des Siegs, den er erwartete – der ist nicht mehr da. Weil sie ihm vergeben haben. Er dachte, er würde einen Rassen-Krieg auslösen. Aber er traf Menschen, die ihm vergeben, damit sie weiterleben können.“
Die Toten: Rev. Clementa Pinckney, Cynthia Hurd, Tywanza Sanders, Sharonda Singleton, Rev. DePayne Middleton-Doctor, Rev. Daniel Simmons, Susan Jackson, Ethel Lance, Myra Thompson
Die Bilder
Die Familie von Rev. DePayne Middleton-Doctor: Gott heile unsere gebrochenen Herzen!

Anhänger des IS! Die Liebe geht euch nach

In einer Video-Botschaft an die Dschihadisten des IS reagieren Christen auf ein Todesdrohungsvideo. Sie sagen: Kommt, legt eure Waffen ab. Eine Liebe, die überfällig und überwältigend ist, fließt durch eure Städte. Werdet unsere Brüder! Heute Nacht, Brüder, gibt es Vergebung.
Das ist eine Übersetzung des Video-Textes:
Die Welt redet über euch. Eure apokalyptischen Träume der Endzeit und eure spektakulären Sünden wecken nun den Mittleren Osten auf. In eurem heiligen Krieg, der auf heiligen Boden trifft. Kommt, Kinder Abrahams, die Leute des Kreuzes kommen vor eure Tore mit einer Botschaft.
Liebe geht euch nach. Wie ein Sturm, der über den Pazifik streift von den Bergen des Ölbergs bis zu den Wüstenwinden vom Jordan, von den Zedern des Libanons über die Seidenstraßen des Ostens. Eine Armee kommt. Nicht mit Panzern oder Soldaten, sondern eine Armee von Märtyrern, treu bis in den Tod. Sie tragen eine Botschaft des Lebens, die Leute vom Kreuz, sie kommen, um an euren Toren zu sterben. Wenn ihr die Botschaft nicht über die Worte versteht, dann zeigen wir sie euch mit unserem Leben.
Für jede Kehle, die ihr aufschlitzt und jede Frau, die ihr vergewaltigt, für jeden Menschen, den ihr verbrennt, und jedes Kind, welches zu Asche wird, klebt Blut an euren Händen, Brüder.
Aber kommt, Brüder, kommt.
Kommt mit euren blutbeschmierten Händen, kommt mit euren Augen, voller Mordgedanken gegen die Leute des Kreuzes! Kommt, legt eure Waffen und Messer am Fuß des Kreuzes ab. Eine Liebe, die überfällig und überwältigend ist, fließt durch eure Städte.
Auch wenn eure Sünden scharlachrot sind, können sie reingewaschen werden, weiß wie Schnee! Auch wenn ihr euch Diener nennt, er wird euch zu Söhnen machen. Wohin könnt ihr fliehen vor Seiner Liebe? Nicht einmal die Dunkelheit kann euch verstecken.
Kommt, Brüder, kommt! Da ist der Klang eines starken Regens, der eure Sünde wegnimmt und eure Wunden verbindet. Ihr sterbt für euren Gott, aber Gott starb für uns. Der König der Könige wird zum Opferlamm, ermordet am Altar, an unserer Stelle. Jesus Christus, der Messias, er geht durch den Mittleren Osten.
Heute Nacht, Brüder, gibt es Vergebung. Es gibt Heilung der Sünden. Es gibt keinen Unterschied zwischen uns. Getrennt von Christus sind wir nicht besser als der schlechteste Dschihadist. Christus wurde gekreuzigt, ein für alle Mal und für jeden. Um Menschen wie du und ich zu Geschwistern zu machen. Gerade dich. Gerade jetzt.


Video: YouTube-Video
Das Video stammt von International Christian Concern, einer christlichen Gruppe, die sich für verfolgte Christen einsetzt.
LINKS:
GekreuzSiegt

Bild.de
RP Online
The Text:
The world is talking about you
Your apocalyptic dreams and spectacular sins
Are now awakening the middle east
In your holy war, come to holy ground
Come children of Abraham come
The people of the cross gathers at your gates with a message
Love is coming after you.
Like a rush of wind grazing over the pacific
From hills of the mount of olives to the desert winds of Jordan
From the cedars of lebanon to the silk roads of the East
An army comes. With no tanks or soldiers
But an army of martyrs faithful unto death
Carrying a message of life
The people of the cross
Comes to die at your gates.
If you wont hear our message with words
Then we will show you with our lives
Laid down.
For every throat you slit and every woman you rape
For every man you burn and every child you turn to dust
There is blood on your hands brother
But Come Brothers Come
Come with your bloodstained hands,
Come with your eyes full of murder for the people of the Cross,
Come lay your guns and your knives at the foot of the cross
A love that is overdue and overwhelming
Breathes through your cities
Though your sins are like scarlet
They can be washed white as snow
Though you call yourselves servants
He will make you into Sons
Where can you run from His love?
Even the darkness cannot hide you
Come Brothers Come
There is the sound of a rushing rain
To remove your sins and bind your wounds
You die for your god but our God died for us
The King of Kings comes to be the sacrificial lamb
Slain on the altar where we should have been
Jesus Christ, Isa Al Masih
Walks through the Middle East
There is forgiveness tonight oh brother
There is healing for your sins oh brother
We are no different.
Apart from Christ, we are no better than the worst jihadist
Christ has been crucified once, and for all.
To make sinners like you and me into brothers
Even you.
Even now.

TTIP: Gerechter Handel? Kirche kritisiert Verhandlungspraxis

TTIP-Gegner vor dem Wiener Parlament

TTIP-Gegner vor dem Wiener Parlament

Das mögliche Freihandelsabkommen TTIP zwischen USA und EU sorgt für Diskussionen. Dabei geht es auch um die Regelungen für den Finanz- und Bankensektor. Die USA hat nach der Finanzkrise ab 2007 schärfere Regelungen durchgesetzt. Riskante Finanzprodukte wurden teilweise verboten. Jetzt wollen Großbritannien und englische Lobbisten diese Regelungen durch das TTIP aufweichen. Durch das TTIP soll ein transkontinentaler Binnenmarkt mit über 800 Millionen Kunden entstehen, eine „Transatlantic Free Trade Area“, TAFTA. Präsident Obama, Kanzlerin Merkel und Kommissionspräsident Juncker sind sich grundsätzlich einig. Was das aber für die Menschen innerhalb der TAFTA, in den Schwellenländern und in den armen Ländern bedeutet, ist völlig unklar. Welche Auswirkungen auf die Umwelt es hat, wenn  der transatlantische Transport der Güter und Dienstleistungen zunimmt? Die nicht öffentlichen Verhandlungen sollen Ende 2015 abgeschlossen sein. Die katholische Kirche der USA verlangt mehr Transparenz und der Münchner Jesuit Johannes Müller fordert mehr demokratische Mitbestimmung. Der Linzer Bischof Ludwig Schwarz sieht dramatische Folgen für arme Länder. Am Samstag, 18. April 2015 gab es Kundgebungen und Demonstrationen in 45 Ländern.

Le Monde diplomatique: TAFTA/TIPP – Die große Unterwerfung
Kath. Kirche der USA für mehr Transparenz bei TTIP
Katholische Kirche Deutschlands kritisiert TTIP
Jesuit Müller: Mehr demokratische Beteiligung bei TTIP
Bischof Schwarz sieht dramatische Folgen
Blätter für internationale deutsche Politik M. Krätke: TAFTA
ATTAC: TTIP CETA stoppen
Wikipedia: TTIP

Wikipedia: TAFTA
ORF: Tausende Demonstrieren
Standard: Demonstrationen
Spiegel: Kostümiert gegen TTIP

Moslems sollen Christen über Bord geworfen haben

Auf einem Flüchtlingsschiff sollen 15 fanatisierte Moslems 12 Christen über Bord geworfen haben. Die anderen Flüchtlinge haben sich mit einer Menschenkette gerettet. Die Polizei von Palermo nahm die 15 Flüchtlinge fest, die beschuldigt werden, aus Wut über den christlichen Glauben diese Tat begangen zu haben. Im Polizeibericht ist von erschütternden Einzelheiten und weinenden Zeugen die Rede. Es waren cirka 100 Flüchtlinge an Bord. Gott sei Dank machten nicht alle Muslime bei dem Verbrechen mit. Welche Ideen treiben Menschen an, solche Grausamkeiten zu begehen? Gibt es Traditionen innerhalb des Islams, die Hass und Gewalt begünstigen? Gibt es Traditionen innerhalb des Islams, die diesen Hass und diese Gewalt brandmarken und die gewalttätigen Traditionen ausschließen? Wie radikal muss der Islam von solchen bösartigen Ideen gereinigt werden?
Die Welt: Warfen moslemische Flüchtlinge Christen über Bord?
Stern: Muslimische Flüchtlinge sollen Christen ins Meer geworfen haben

Christinnen und Christen: Der IS hilft ins Himmelreich zu kommen

Coptic CrossDer Ägypter Beshir ist der Bruder von zwei Gastarbeitern, die in Libyen von Mitgliedern des ISIS ermordet wurden. Auf „SAT 7 Arabic“ wurde er interviewt. SAT7: Sagen Sie mir, wie Sie sich fühlen, Beshir. Erzählen Sie von Ihrem Bruder, von Ihrem Glauben, was Sie von Gott erwarten. Beshir: Es war nicht nur ein Bruder, ich hatte zwei! SAT7: Ja, oh. Erzählen Sie! Beshir: Zwei Brüder, Märtyrer Bishoy Estafanos Kámel und Märtyrer Samuel Estafanos Kámel. Ich bin stolz auf sie! SAT7: Ja. Bishoy und Samuel Beshir: Bishoy ist 25 und Samuel 23 Jahre alt. SAT7: Ja. Beshir: Sie sind ein Stolz der Christenheit und sie sind auch mein Stolz. Sie bewirkten, dass ich aufrecht mit stolzem Kopf gehe. SAT7: Ja, groß ist Ihr Glaube! Erzählen Sie von Ihrem Stolz und Ihrem Glauben! Wir wollen von Ihnen lernen! Beshir: Der ISIS gab uns mehr als wir wollten, weil sie aus dem Video nicht das herausschnitten, wo die Christen ihren Glauben bekannten und Jesus anriefen. SAT7: Ja. Beshir: Der ISIS half uns, unseren Glauben zu bezeugen. SAT7: Wow! Beshir: Ja, glauben Sie mir! SAT7: Groß ist Ihr Glaube! Beshir: Ich danke dem ISIS, weil sie kürzten den Ton nicht, als die Männer schreiend ihren Glauben bekannten. SAT7: Groß! Was macht Ihre Familie? Beshir: Glauben Sie mir, wenn ich sage, dass die Leute hier glücklich sind und sie gratulieren sich gegenseitig. Sie trauern nicht sondern gratulieren sich, weil so viele von unserem Wohnviertel als Zeugen starben. Wir sind so stolz auf sie! SAT7: Ich möchte wissen, was Sie fühlten, als Sie von den Luftangriffen hörten und die Leichen der toten ISIS-Mitglieder sahen. Beshir: Ich will es Ihnen offen sagen. SAT7: Ja, sagen Sie es. Beshir: Seit der Römerzeit waren wir Christen Ziel von Verfolgung und wurden Märtyrer. Das half uns durchzuhalten in Zeiten der Krise. Die Bibel sagt uns, dass wir unsere Feinde lieben und die segnen sollen, die uns verfluchen. Wie auch immer, die Luftschläge waren eine gute Antwort der Regierung nach einem so langen Warten, nachdem unsere Brüder verschwanden. Wir wussten nicht, wo sie waren. Aber angenommen, sie wären umgebracht worden, sobald sie gefangen genommen wurden, hätten wir uns nicht um Vergeltung bemüht. Aber nur die Länge der Zeit, als wir nicht wussten, wo sie sind, rechtfertigten für uns die Luftschläge. SAT7: Ihr Glaube ist sehr groß, Beshir! Ich möchte Ihnen eine Frage zu Ihrem Glauben stellen. Beshir: Stellen Sie sie. SAT7: Würden Sie sich ärgern oder jemand aus Ihrer Familie, wenn wir Sie nach Vergebung für jene fragen, welche Ihre Brüder umbrachten? Beshir: Vergebung für wen? SAT7: Für jene, die umbrachten und töteten. Beshir: Heute hatte ich ein Gespräch mit meiner Mutter. Ich fragte sie, was sie tun würde, wenn sie ein Mitglied des ISIS auf der Straße sieht. Sie sagte folgendes und ich gebe es ehrlich wieder, nicht weil ich jetzt öffentlich spreche. Sie sagte, sie würde ihn zu sich einladen, denn er half uns in das Königreich des Himmels zu kommen. SAT7: Oh! Beshir: Glauben Sie mir, das waren die Worte meiner Mutter. SAT7: Ich glaube Ihnen. Oh, ich glaube Ihnen. Beshir: Und sie ist eine einfache Frau über 60 Jahre alt. Ich fragte sie, was sie tun würde, wenn sie solche ISIS-Mitglieder auf der Straße sieht und ich sage ihr, das ist der Mann, der deinen Sohn erschlagen hat. Sie sagte, sie wolle Gott bitten, dass er ihm die Augen öffne und sie würde ihn in unser Haus bitten, denn er half uns, in das Königreich des Himmels zu kommen. SAT7: Oh, mit diesem guten Geist, ich bitte Sie, für sie zu beten. Die Mitglieder des ISIS. Nun, da Sie in der Öffentlichkeit sind. Beshir: Lieber Gott, bitte öffne ihre Augen, damit sie gerettet sind und ihren Unverstand aufgeben und auch die falsche Lehre, die ihnen gelehrt wurde. SAT7: Amen, mein Lieber, Amen. Bitte überbringen Sie unser Beileid Ihrer Mutter, Ihren Brüdern, Ihrer Familie, Ihren Nachbarn, welche trauern wie wir. Danke, Beshir, Danke, mein Lieber! Beshir: Ich danke Ihnen. https://www.youtube.com/watch?v=-yCmnyzYeW8 SAT7 vom 17.2.2015

Solidarität mit Atheisten

In Bangladesch ist der atheistischer Blogger Avijit Roy umgebracht worden. Er erlitt bei einem Angriff mit Macheten tödliche Kopfverletzungen. Auch seine Ehefrau wurde bei der Attacke schwer verletzt. Sein Vater sagte der französischen Nachrichtenagentur AFP, dass sein Sohn viele Drohanrufe wegen seiner Bücher und seinem bekannten Blog Mukto-Mona erhalten hat. Im moslemisch geprägten Bangladesh ist im Jahr 2013 bereits der atheistische Blogger Ahmed Rajib Haider von einer kleinen Islamistengruppe ermordet worden. Bangladesh hat eine säkulare Regierung, die sich weigert, atheistische Blogger wegen Gotteslästerung hinzurichten. Als Zugeständnisse an die radikalen Moslem wurden 2013 Websites geschlossen und vier Blogger festgenommen. Als Christinnen und Christen treten wir für Pressefreiheit, Diskussionsfreiheit und Religionsfreiheit ein und verabscheuen dieses Verbrechen am atheistischen Blogger Avijit Roy und an dessen Frau Rafida Ahmed. Auf der Seite von www.muktomona.com steht: Wir trauern, aber wir sind nicht abgeschaltet.
Links: FAZ

Journalistenwatch
MSN
Mukto Mona (Freier Geist)

Franziskus: Kinder bitte nicht schlagen!

Papst Franziskus tritt anscheinend in die Fußstapfen von Don Camillo. Nachdem er angedeutet hat, dass ihm bei seinem Freund die Hand auskommt, wenn dieser seine Mutter beleidigt, lobt er jetzt bei einer Generalaudienz einen Vater, der seine Kinder gelegentlich leicht schlägt, aber nie ins Gesicht, um sie nicht zu demütigen. Das findet er der Würde des Kindes angemessen. Ich finde das nicht. Ich vermute, er ist da in seiner italienisch-argentinischen Tradition verhaftet. Er könnte aber bei Don Camillo nachlesen. Dieser Dorfpfarrer ging öfters in die Kirche und sprach zu Jesus am Kreuz, der ihn wegen seiner Handlungen immer wieder kritisierte.
Die Figur des Don Camillo  hat der Autor Giovannino Guareschi vermutlich Don Camillo Valota nachempfunden, „einem katholischen Priester, Partisanen und Gefangenen der Konzentrationslager Dachau und Mauthausen. Er ist ein schlagkräftiger und schlitzohriger Priester in einem fiktiven, Boscaccio genannten Dorf (in den Filmen sieht man die Kulisse von Brescello) in der Poebene in Norditalien, der in ständigem Konflikt mit dem kommunistischen (und ebenfalls schlagkräftigen) Bürgermeister Giuseppe Bottazzi, genannt Peppone, liegt“ (Zitat aus Wikipedia).
Papst Franziskus hat sich in dieser Generalaudienz zu der Rolle des Vaters in der Familie geäußert. Er habe von einem Vater gehört, der seine Kinder gelegentlich schlage, aber nie ins Gesicht, um sie nicht zu beschämen, so der Papst. „Wie schön“, sagte Franziskus weiter. „Er weiß um den Sinn der Würde. Er muss sie bestrafen, aber tut es gerecht und geht dann weiter.“ Papst Franziskus will die Würde des Kindes gesichert sehen. Das ist ihm anzurechnen. Aber ein Schlag auf den Körper des Kindes ist nicht angemessen und schädigt die Seele des Kindes.
„Kinder, die Schmerzen durch körperliche Gewalt erdulden müssen, entwickeln ein Schmerzgedächtnis. Kinder werden empfindsamer für Schmerzen, da sich spezielle Nervenzellen stärker verknüpfen. Sie erleben Schmerzen intensiver und bedrohlicher. Es kommt zu einer Generalisierung, sodass jeder Schmerzreiz bereits Alarmreaktionen im Gehirn und im Körper auslöst. So zeigen Kinder die oft geschlagen werden eine Mutlosigkeit und verweigern sich körperlicher Anstrengung. Sie scheuen die normalen Herausforderungen und Abenteuer des Kindseins aus Angst vor Schmerzen. Dadurch ist ihr natürlicher Lernwille gehemmt und die Lernmöglichkeiten reduziert.“ (Marwin Dürrer-Klien)
In Österreich ist Gewalt gegen Kinder Gott sei Dank seit 1989 verboten und seit 2011 steht der Kinderschutz auch in Verfassungsrang. Im „Bundesverfassungsgesetz über die Rechte der Kinder“ lautet der Artikel 5: „Jedes Kind hat das Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, die Zufügung seelischen Leides, sexueller Missbrauch und andere Misshandlungen sind verboten.“
Das Verbot gegen Gewalt von Kindern ist im Sinne Jesu. „Selig die keine Gewalt anwenden!“ Auf Jesus müssen wir Christen schauen und seine Kritik ernst nehmen. Auch ein bodenständiger Dorfpfarrer muss sich von Jesus kritisieren lassen.
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Papst befürwortet leichte Züchtigung von Kindern (ORF On)
Radio Vatikan: Kommentar von Gudrun Sailer: Klaps für Kinder verpönt – neu
Pope Francis says ist is OK (The Guardian)
Warum eine Tachtel Kindern schadet (Standard)
Die gesunde Watschen (DOC, Marwin Dürrer-Klien)
Kommentare auf: Katholische Kirche Deutschland
Kathweb Presseagentur Österreich