Archiv der Kategorie: Jesus

Ab heute ist Maria schwanger

Maria sagte JA

Maria sagt Ja

Heute ist ein großer Festtag. 25. März. Heute kommt der Engel Gabriel zu Maria und fragt sie, ob sie den Erlöser auf die Welt bringen will. Sie sagt nach einem kurzen Hin und Her: Ich bin einverstanden. Mir geschehe, wie du es gesagt hast.

Die ganze heilige Dreifaltigkeit Gottes ist anwesend:
Maria sagt zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortet ihr: Heiliger Geist wird über dich kommen, und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden.

Sie besucht einige Monate später als Schwangere ihre Cousine Elisabet, die ebenfalls schwanger ist, und wird von ihr mit „Du bist voll der Gnade, der Herr ist mit dir“ begrüßt.

Nach neun Monaten wird Jesus Christus in Betlehem geboren.

(Erklärung im Bibelwerk: Lukas 1,26-38)

Sehr heilend!

Wir sind von einer befreundeten Frau eingAls sie starb nahm sie Christus zärtlich in den Himmel auf.eladen worden, den Film „Die Beste aller Welten“ anzusehen. Die autobiographische Geschichte handelt von einem Jungen, der bei einer drogensüchtigen, aber liebevollen Mutter aufgewachsen ist. Sein mittlerweile von der Drogensucht geheilter Adoptivvater erzählte nach der Vorführung, dass ihm und der Mutter die Beziehung zu Gott und zu Jesus geholfen hat, vom Heroin loszukommen. Es war ein sehr beeindruckender Abend, der mir gezeigt hat, dass Gott, wenn wir wollen, in unser Leben heilend eingreift.
Ich bin, wenn ihr das lest, im Kapuzinerkloster Irdning, wo ich das Jesusgebet praktiziere. Was da herauskommt und wie und ob Jesus Christus in mein Leben eingreift, weiß ich noch nicht.

Ö: Karfreitag wird persönlicher Feiertag

Melker Altarkreuz von Arnulf RainerIn Österreich gibt es bald eine einheitliche Regelung für den Karfreitag. Die Regierung (ÖVP und FPÖ) gibt den Arbeitnehmern (Angestellten und Arbeitern) die Möglichkeit, den Karfreitag oder einen anderen Tag als persönlichen Feiertag beim Arbeitgeber zu beantragen. Dieser muss zustimmen.

In Österreich haben Arbeitnehmer 5 Wochen Urlaub. Bei einer 5 Tage-Woche sind dies 25 Urlaubstage. Wenn ein persönlicher Feiertag als Urlaubstag konsumiert wird, bleiben 24 Urlaubstage übrig.

Dann gibt es noch folgende Reglung: „Sollte der Arbeitnehmer auf Wunsch des Arbeitgebers, verursacht durch dringende betriebliche Gründe, dennoch an diesem selbst gewählten ‚persönlichen Feiertag‘ freiwillig seiner Arbeit nachgehen, so erhält er für diesen Tag sämtliche Vergütungen wie an jedem anderen Feiertag. Der Urlaubsanspruch bleibt selbstverständlich bestehen. Damit erhält der Arbeitnehmer stattdessen einen anderen Urlaubstag“. Das heißt, der Arbeitnehmer erhält dann einen Feiertagszuschlag für einen Urlaubstag.

Diese Regelung ist die Reaktion auf das EuGH-Urteil, das den Karfreitag als Feiertag allein für die evangelischen und altkatholischen Arbeitnehmern als diskriminierend für die anderen kippte. Ein zusätzlicher Feiertag oder ein halber Feiertag ab 14:00 Uhr wären die anderen Alternativen gewesen. Wenn die Regierung nichts gemacht hätte, wäre für alle der Karfreitag zu einem Feiertag geworden.

Evangelische und altkatholische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verlieren nun einen  Feiertag.

Diese Regelung sieht vor, dass die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer drei Monate vorher den persönlichen Feiertag beantragen muss. In diesem Jahr wird diese Frist verkürzt.
Regierungskoordinatoren Gernot Blümel (ÖVP) und Norbert Hofer (FPÖ): „Mit einem ‚persönlichen Feiertag‘ soll die Religionsausübung ermöglicht werden.“

Die Reaktionen darauf sind unterschiedlich. Gewerkschaft, Arbeiterkammer und SPÖ kritisieren diese Regelung, die Kirchen finden sich anscheinend mit dem Kompromiss ab.

Jesus_leidetDer Karfreitag ist der Passions- und Todestag Jesus. Er ist für Christen und Christinnen ein trauriger Tag. Der Sohn Gottes, der die Liebe brachte, wird ermordet.

Grundsätzlich werden diese Ostertage nach dem Mondkalender begangen. Der Ostersonntag ist der erste Sonntag nach Frühlingsvollmond.
Die Tage der Vorbereitung sind die 40 Tage der Fastenzeit. Sie beginnt mit dem Aschermittwoch und endet am Karsamstag. Die Sonntage sind keine Fastentage. Man kann als Katholikin oder Katholik an Freitagen vegetarisch essen, den Kreuzweg besuchen und am Karfreitag sich nur einmal satt essen. Das gilt nicht für Kinder, Kranke und Alte.
Am Palmsonntag wird der Einzug Jesu in Jerusalem gefeiert, Jesu Passion in verschiedenen Rollen vorgelesen und es beginnt die Karwoche. Am Gründonnerstag wird mit Jesus das Abendmahl gefeiert und an die Verhaftung Jesu gedacht. Der Karfreitag ist der traurige Tag des Todes Jesu: „Vater, vergib ihnen, sie wissen nicht, was sie tun.“

Am Abend des Samstags beginnt die Osternacht mit der Auferstehungsfeier und am Ostersonntag erscheint Jesus den Frauen und dann den Männern am Grab. Mit dem Ostersonntag beginnt die 40-tägige Osterzeit bis Christi Himmelfahrt. Am Ostermontag erscheint Jesus den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus und dann immer wieder bis Christi Himmelfahrt. 50 Tage nach Ostern wird Pfingsten gefeiert (Pentekoste – 50), an dem der Heilige Geist auf die Jünger herabkam. 60 Tage nach Ostern wird am Fronleichnamstag der Leib Jesu Christi, der ganz Gott und ganz Mensch war, in der Gestalt des Brotes verehrt. Wenn das Brot gebrochen wird, wird der Karfreitag zur Gegenwart. Wenn das Brot hochgehalten wird, wird Kreuz und Auferstehung gegenwärtig.

In der katholischen Kirche wird am Karfreitag am Nachmittag der Kreuzweg gefeiert. 15:00 beginnt die Todesstunde. Am Abend wird die Leidensgeschichte Jesu gelesen, die Kommunion empfangen, das Kreuz verehrt und beim Grab gebetet.
In der evangelischen Kirche wird durch die Predigt gegenwärtig, dass Jesus Christus für uns gestorben ist. Deswegen wurde früher nur am Karfreitag das Abendmahl gefeiert: „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Das ist mein Blut, das für euch vergossen wird.“

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Streit oder Nachgeben?

Jesus: Liebt eure Feinde, tut denen gut, die euch hassen

Jesus: Liebt eure Feinde, tut denen gut, die euch hassen.

Ich wollte schon einen Streit beginnen, weil ich dachte, mein Freund ist übervorteilt worden. Es wäre ein aussichtsloser Rechtsstreit geworden. Mein Ärger schien aber berechtigt. – Da habe ich das Evangelium des nächsten Sonntags gelesen: Wenn dir jemand das Deine wegnimmt, verlang es nicht zurück! – Ich ärgerte mich. Ich dachte mir, dass das eine übertriebene Forderung Jesu sei. Da wäre ja jede Verteidigung des Eigentums sinnlos. Ich dachte nach und bemerkte, dass mir Gott sagt: Lass los! Der Rechtsstreit ist ohnehin aussichtslos. Verstrick dich nicht in diesen Kampf. – Ich war gefühlsmäßig aber noch nicht bereit. Ich brauchte Zeit, damit ich mich wirklich neu orientieren konnte.

Mein Herz war leer

Ich habe es erlebt. Mein Herz war leer wie eine Wüste. Ich fuhr mit Kollegen zu einem Gestaltpädagogik-Kurs. Ich erinnere mich noch gut, als ich auf der Fahrt sagte: „Ich bin innerlich leer.“ Langsam lernte ich in den nächsten Jahren mich selber besser wahrzunehmen und eine intensivere Beziehung zu Gott einzugehen. Eine Hilfe dazu waren die Seligpreisungen: Ich fühlte mich arm. Ich hungerte nach mehr. Ich habe geweint. Ich fühlte mich verstoßen. Aber Christus blieb mir treu. Ich freute mich und hängte mein Herz nicht an den Reichtum, an den Konsum, an den Spaß und an die Meinung der anderen. Das tat gut. Die Seligpreisungen und die Weherufe sind, so finde ich, gute Impulse in den Beziehungen zu Gott, zu mir und zu den Mitmenschen. Reich und arm sein, hungern und satt sein, traurig sein und lachen, verzweifelt sein und sich freuen, verspottet und gelobt werden – alles ist möglich in der Welt, wenn der weite Raum des liebenden Gottes mich trägt und er das Wasser in meiner Wüste ist.

Sicherheit und Freiheit

Ich freute mich, als ein Freund mir erzählte, er sei so froh, dass es das Christentum und den Glauben an Gott gibt, der dem Ganzen einen Sinn gibt. Dass Gott so tief hinuntersteigt, dass er uns, wenn wir fallen, auffängt, ist erstaunlich.
Ich habe gestern die Tischler unterstützt, die die Küche brachten und ganz auf den Termin bei meinem geistlichen Begleiter vergessen. Ich habe mich entschuldigt und wir haben einen neuen Termin ausgemacht. Ähnlich passiert es mir, beim großen dreifaltigen Gott, wenn ich die Kontemplationszeit und das Gebet vergesse. Ich bin mir sicher, dass er mir, wenn ich mich entschuldige, mir verzeiht. Da bin ich Jesus sehr dankbar, dass er uns diese „Amazing Grace“, diese erstaunliche Gnade der Befreiung schenkte.

Feuer im Herzen

Blaise Pascal

Blaise Pascal (1623 – 1662)

Es muss ein überwältigendes Erlebnis gewesen sein, das der große Mathematiker und Physiker Blaise Pascal hatte. Er schrieb es auf und nähte es in seinen Rock. Seine Verwandten fanden es nach seinem Heimgang. Er notierte: Jahr der Gnade 1654, Montag, den 23. November, Tag des heiligen Klemens, Papst und Märtyrer … Seit ungefähr abends zehneinhalb bis ungefähr eine halbe Stunde nach Mitternacht. Feuer, „Gott Abrahams, Gott Isaaks, Gott Jakobs“, nicht der Philosophen und Gelehrten. Gewissheit, Gewissheit, Empfinden: Freude, Friede. Gott Jesu Christi.
Ein ähnliches außergewöhnliches Erlebnis muss Jesus gehabt haben, als er sich von Johannes taufen ließ. Der Himmel öffnete sich, der Heilige Geist floss auf ihn herab und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn. Das hatte Auswirkungen.
Johannes erklärt, dass der Messias uns mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen wird. Ich werde also mit Begeisterung erfüllt und in meinem Herzen wird die Liebe entzündet. Darauf warte ich.