Archiv des Autors: Daxbacher Hannes

Gott kommt uns zu Hilfe

Wenn es jetzt im Advent finster wird, beleuchten viele ihre Häuser und Fenster. Ich frage mich, ob wir das auch machen sollen. Schön ist es schon, wenn wir aus dem Fenster schauen und Lichter in der Finsternis sehen. Gott sei Dank scheint die Sonne auf unsere Erde, sodass wir genug Energie haben, um die Finsternis zu erhellen. Ohne sie wäre ein Leben nicht möglich. Sie hat aber ein Ablaufdatum. Wenn in rund fünf Milliarden Jahren in der Sonne der Wasserstoff verbraucht ist, bläht sich unsere Sonne zu einem roten Riesenstern auf und wird dabei unsere Erde schlucken. Sie wird nach einiger Zeit zu einem weißen Zwergstern zusammensinken. Für das Leben auf der Erde ist aber schon viel früher Schluss. Die Intensität der Sonnenstrahlung nimmt etwa um ein Prozent in 120 Millionen Jahren zu. Schon in 500 Millionen Jahren ist die Erde nur noch ein lebensfeindlicher Felsklumpen im All. Für mich ist die Aussicht, dass es einmal keine Menschen auf der Erde gibt, genauso wie mein eigener Tod eine offene Frage. Wozu habe ich gelebt, wenn ich im Nichts verschwinde? Wozu hat es Menschen gegeben? Christus gibt mir da die Antwort: Gott erschafft für uns eine neue Welt. Dem Seher Johannes wurde es auf Patmos gezeigt. Er schreibt mir: „Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen. Gott wird bei uns Menschen wohnen. Er wird alle Tränen von unseren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen.“ Ich frage mich, ob Gott jetzt schon an dieser neuen Welt baut und ob diese unsere Welt ein Teil davon wird – und ob wir mitbauen.
(Aus: Hamburger Abendblatt Forschung, Bibel, Offenbarung 21)

 

Der erste Advent lädt zur Achtsamkeit ein

Homo sapiens bekommt eine Heimat: Südliches Afrika. wissenschaft.de

Der Kontinent scheint klar – doch wo genau der moderne Mensch einst entstanden ist, blieb bisher fraglich. Nun legen Forscher den Finger auf die Karte: Ihre genetische Studie verweist auf eine Ursprungsregion südlich des Sambesi-Flusses im Norden Botswanas (südliches Afrika). Einst befand sich dort ein Feuchtgebiet, in dem Homo sapiens möglicherweise etwa 70.000 Jahre gedeihen konnte, heute die Wüste Kalahari. Ob die Forscher allerdings tatsächlich den „Garten Eden“ identifiziert haben, müssen wohl erst weitere Studien bestätigen.

Quelle: Homo sapiens bekommt eine Heimat – wissenschaft.de

„Verspottung Christi“ für 24 Millionen Euro versteigert – katholisch.de

Cimabues Meisterwerk erzielt das Sechsfache des Schätzpreises

Quelle: „Verspottung Christi“ für 24 Millionen Euro versteigert – katholisch.de

Synodenblog, Tag 2: Wer hätte gedacht, dass das hier möglich ist? – Vatican News

Vor der ersten Synodensitzung am Montagmorgen waren wir im Petersdom und wurden sofort mit hineingenommen in den Kreis, den die SynodenteilnehmerInnen vor dem Grab des Hl. Petrus bildeten. Dort, am Apostelgrab, erklangen indigene Gesänge und Rhythmen, wie wir sie aus dem Amazonasgebiet kennen. Sie stimmten uns auf die Prozession zur Synodalaula ein.

Papst Franziskus kam durch eine Seitentür ganz bescheiden, fast unbemerkt, und mischte sich unter die Leute, einige davon mit festlichem, buntem Federkopfschmuck und bemalten Gesichtern.

Quelle: Synodenblog, Tag 2: Wer hätte gedacht, dass das hier möglich ist? – Vatican News

Psychose: Der Klang der Stille.

Conchitas brennendes Herz

Gott liebt Conchita

Gott liebt Conchita

Heilt Gott den Bluthochdruck?

Bei essentiellem Bluthochdruck ist keine organische Ursache erkennbar. Der Vater der psychoanalytischen Psychosomatik, Franz Alexander nimmt Formen der Beziehungsstörung für diese Krankheit wahr: Die Wünsche nach Abhängigkeit und Zuwendung werden abgewehrt, weil die Betroffenen erfahren haben, dass die wichtigen Personen nicht vorhanden sind. Es fehlt die Zuversicht bezüglich der Verfügbarkeit ihrer Du-Person. Die Betroffenen wehren ihre Wünsche nach Hingabe und sich Verlieben ab, und der Konflikt sinkt ins Unterbewusste ab. Er manifestiert sich nach dem Psychosomatiker Thure von Uexküll in den Bereitstellungskrankheiten wie essentieller Bluthochdruck, wodurch der Körper als Rahmen für den Schauplatz des Konfliktes dient. Die Lösung des Konfliktes zwischen Wunsch nach Hingabe und Abwehr aus Enttäuschung muss zugunsten der Hingabe entschieden werden.
Sigmund Freud legt eine Spur, wenn er in seinem Narzissmusaufsatz 1914 über den Zustand der Verliebtheit schreibt: „Die Emanationen der Libido, die Objektbesetzungen, die ausgeschickt und wieder zurückgezogen werden können, wurden uns allen auffällig. Wir sehen auch im groben einen Gegensatz zwischen der Ichlibido und der Objektlibido. Je mehr die eine verbraucht, desto mehr verarmt die andere. Als die höchste Entwicklungsphase, zu der es die letztere bringt, erscheint uns der Zustand der Verliebtheit, der sich uns wie ein Aufgeben der eigenen Persönlichkeit gegen die Objektbesetzung darstellt und seinen Gegensatz in der Phantasie (oder Selbstwahrnehmung) der Paranoiker vom Weltuntergang findet.“
Sich in eine Person zu verlieben, die diese „Objektbesetzung“ solide durchhält und die liebende Person nicht enttäuscht, wäre eine mögliche Lösung. Gott wäre so ein „Du“, das in der jüdisch-christlichen Religion die Treue hält.
Es gibt einige Liebeserlebnisse Gott gegenüber, die heilsame Erfahrungen auslösen können:
Nikolaus von der Flüe: Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir.
Theresa von Avila: Nichts soll dich ängstigen, nichts dich erschrecken. Alles geht vorüber. Gott allein bleibt derselbe. Alles erreicht der Geduldige, und wer Gott hat, der hat alles Gott allein genügt.
John Henry Newman: O Herr, ich gebe mich ganz in deine Hände. Mache mit mir, was du willst. Du hast mich für dich geschaffen. Ich will nicht mehr an mich selber denken. Ich will dir folgen. Was willst du, dass ich tun soll? Geh deinen eigenen Weg mit mir. Was du auch forderst, ich will es tun.
Charles de Foucauld: Mein Vater, ich überlasse mich dir, mach mit mir, was dir gefällt. Was du auch mit mir tun magst, ich danke dir. Zu allem bin ich bereit, alles nehme ich an. Wenn nur dein Wille sich an mir erfüllt und an allen deinen Geschöpfen, so ersehne ich weiter nichts, mein Gott. In deine Hände lege ich meine Seele; ich gebe sie dir, mein Gott, mit der ganzen Liebe meines Herzens, weil ich dich liebe, und weil diese Liebe mich treibt, mich dir hinzugeben, mich in deine Hände zu legen, ohne Maß, mit einem grenzenlosen Vertrauen; denn du bist mein Vater.
Ignatius von Loyola: Nimm hin, o Herr, meine ganze Freiheit. Nimm mein Gedächtnis, meinen Verstand, meinen ganzen Willen. Was ich habe und besitze hast du mir geschenkt. Ich stelle es dir wieder ganz und gar zurück
und übergebe alles dir, dass du es lenkest nach deinem Willen. Nur deine Liebe schenke mir mit deiner Gnade, und ich bin reich genug und suche nichts weiter.
Sich in den christlich-jüdischen Gott verlieben ist abenteuerlich. Ob es langfristig den Blutdruck senkt, ist zu erproben. Es macht jedenfalls Lust auf Leben, Liebe und Hingabe – alles Zeichen für Heilung.

Literatur:
Franz Alexander, Psychosomatische Medizin. Grundlagen und Anwendungsgebiete. De Gruyter, Berlin 1951
Sigmund Freud, Zur Einführung des Narzißmus
(1914): Ges. W. Bd. X, Seite 141
Thure von Uexküll: Grundfragen der psychosomatischen Medizin. Reinbek bei Hamburg 1963
Nikolaus von der Flüe
Theresa von Avila

John Henry Newman
Charles de Foucauld
Ignatius von Loyola
„More of you“ by Deborah Ann