Das Geheimnis von Jesus

Jeder Mensch hat Geheimnisse. Eines ist die seelische Tiefe, die bis zum göttlichen Urgrund reicht. Jesus hatte nicht nur dieses Geheimnis. Die Bewohner von Nazaret waren verärgert. Sie kennen Jesus als Zimmermann. Sie kennen seine Mutter Maria, seine Brüder Jakobus, Joses, Judas und Simon. Sie kennen seine Schwestern. „Warum sehen die anderen Dörfer etwas Besonderes in ihm? Warum kann er dieses Besondere nicht auch bei uns in Nazaret zeigen?“

Als er in ihrer Synagoge sagte, der Geist des Herrn ruht auf ihm, wollten sie ihn umbringen. Wie kann sich einer von ihnen als etwas Besseres vorkommen? Das ärgert. Er aber kann nicht anders.

Eine Mission

Als gezeugt und erfüllt vom Heiligen Geist hat er eine Mission: Lass dich von Gott beschenken wie ein Kind. Gib den Hungrigen zu essen und den Durstigen zu trinken. Nimm die Fremden und Obdachlosen auf. Gib den Nackten Kleidung. Besucht die Kranken, pflegt sie, legt ihnen die Hände auf und heilt sie. Besucht die Gefangenen. Wendet keine Gewalt an. Vergelte Böses mit Gutem. Liebe die Menschen, die du siehst. Liebe Gott aus deinem ganzen Herzen. Beschimpfe niemanden. Verurteile niemanden in deinem Herzen. Schwör nicht. Stifte einen gerechten Frieden. Versöhne dich mit deinem Gegner. Liebe deine Feinde.

Er lädt uns ein, zu uns selbst zu stehen.

Was ist bei Jesus anders? Welche Macht wirkt da bei den körperlichen und seelischen Heilungen und bei Totenerweckungen? In der Synagoge erklärt er, dass der Geist Gottes auf ihm ruht. Ist die Beziehung zu diesem Geist eines seiner Geheimnisse? Er war anscheinend erfüllt vom Heiligen Geist. Aber wohin sollte seine Reise gehen? Wohin streckte er sich aus? Es war sein göttlicher Vater, zu dem er betete und sich ausrichtete. Das war sein zweites Geheimnis. Aber nicht genug. Es gab noch ein drittes Geheimnis. Die Liebe zu den Menschen trieb ihn dazu, herumzuziehen, zu lehren und zu heilen. Die Liebe zu den Menschen trieb ihn dazu, ein Brot- und Weinritual zu begründen, Gewalt bis zum eigenen Tod abzulehnen und einen Raum der Geschwisterlichkeit zu schaffen. Dass das gut ausging und heute noch weitergeht, haben wir einerseits dem Heiligen Geist zu verdanken und andererseits denjenigen Menschen, die ihr Herz dafür öffneten.

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