Mariä Empfängnis: Gott bereitet etwas vor

Joachim und Anna mit Maria

Mariä Empfängnis ist das große Marienfest im Advent. Wir erinnern uns an die Eltern von Maria, die mit Gott in guter Beziehung standen und auf ein Kind warteten. Beiden erscheint ein Engel, der sie auffordert, zum goldenen Tor von Jerusalem zu gehen. Es ist das Tor, durch den der Messias einziehen wird und wo sich die Liebenden gerne treffen. Anna und Joachim zeugen eine Tochter, die sie, wie der Engel ihnen aufträgt, MARIA nennen.

Gott bereitet seine Ankunft bei Joachim und Anna vor

Gott schickt einen Engel, um die Ankunft von Christus vorzubereiten. Joachim und Anna sind verzweifelt, weil sie keine Kinder bekommen. Aber Gott hat mit beiden etwas vor. Sie sollen die Großeltern von Jesus werden. Ihrer Tochter schenkt Gott bei ihrer Zeugung etwas Wunderbares. Er schenkt ihr den Segen und seine Anwesenheit, damit der Messias, der Sohn Gottes, der „Logos“ in ihrem Körper später gut wachsen kann. Sie bekommt diesen Segen und die Nähe Gottes schon im Körper ihrer Mutter Anna geschenkt, wo sie bis zu ihrer Geburt wächst. Diese Geburt feiern wir 9 Monate später, am 8. September. Die Anwesenheit und Nähe Gottes wird in der Sprache der Bibel „Gnade“, „Gratia“, „Geschenk“ genannt.

Auch der Engel, der Maria später fragen wird, ob sie den Sohn Gottes auf die Welt bringen will, sagt zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott seine Nähe, seine Anwesenheit, seine „Gnade“ gefunden. Und diese Anwesenheit Gottes hat sie seit ihrer Zeugung durch Anna und Joachim.

In der Goldenen Legende, der Legenda Aurea lesen wir, dass Anna und Joachim von einem Engel geleitet werden:

Anna und Joachim sind kinderlos und traurig. Sie bitten Gott jahrelang inständig um ein Kind. Joachim wird sogar im Tempel wegen seiner Kinderlosigkeit verlacht. Als er mit seiner Herde an einem Bach lagert, erscheint ihm ein Engel und sagt „Geh nach Jerusalem. Dort wirst du deine Frau Anna vor dem goldenen Tor treffen. Das soll das Zeichen sein, dass ihr ein Mädchen bekommt. Ihm sollt ihr den Namen Maria geben.“ Zu dieser Zeit erschien auch ein Engel seiner Frau Anna und sagt Ähnliches: „Geh nach Jerusalem. Dort wirst du deinen Mann Joachim vor dem goldenen Tor treffen. Das soll das Zeichen sein, dass ihr ein Mädchen bekommt. Ihm sollt ihr den Namen Maria geben.“ Anna wird daraufhin schwanger und bekommt ein Mädchen, dem sie den Namen Maria geben.

Wir feiern am 8. Dezember Mariä Empfängnis und nach neun Monaten, am 8. September Mariä Geburt. (Quellen: Jakobusevangelium, P-Matthäusevangelium, Legenda Aurea)

Der Heilige Geist begleitet die Christenheit mit seinen Inspirationen. Das ist der Grund, warum wir nicht nur das Neue Testament als Gottesmedium haben, sondern auch andere Schriften, eben auch die Legenda Aurea.
Der Name Maria ist die latinisierte Form von Miriam, der Schwester von Moses. Es zeigt, dass Gott über die jüdischen Religionsgrenzen hinaus wirken will.

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