Von einem Ast geritzt

Abgerissene Äste können gefährlich werden

Ödön von Horváth wurde in Paris von einem Ast erschlagen. Dieses Schicksal ist mir erspart geblieben. Der Ast verfehlte mich knapp und ich habe nur eine 5 cm lange Wunde, die mit fünf Klammern zusammengedrückt wurde. Ich danke Gott, der seine schützende Hand über mich gehalten hat. Da trifft es sich gut, dass ich jetzt in der Coronazeit nicht viel fortgehen kann. So kann ich mich gut auskurieren.
Ich sehe, dass viele Ereignisse, die zuerst schlimm aussehen, im Ende nicht so katastrophal sind.
So ist es auch mit der Hinrichtung von Jesus, die für sich betrachtet grauenhaft ist. Aber sein Tod zeigte Wirkung. Einige bekehrten sich zum Guten, wie der römische Hauptmann. Und bis heute wirkt Jesu gewaltfreies Handeln als Vorbild. Wobei er sich schon gewehrt hat, aber nicht mit Gewalt. Seine gewaltlosen Reaktionen zeigte er in Worten und in seinen Zeichen und Wundern.
Seine noch größeren Reaktionen waren aber seine Auferstehung, sein Erscheinen bei seinen Jüngerinnen und Jüngern und die Sendung des Wahrheitsgeistes. Der Auferstandene wird damit nicht zum Rivalen von Pontius Pilatus, sondern zeigt die kreativen Handlungsmöglichkeiten – auch, wenn er dabei stirbt und auferstehen muss. Da merkt man, dass Gott sich wehrt, aber nicht mit Gewalt im Sinne „Ich schlage zurück“, sondern in Heilungen, Stärkungen und im Überschreiten der Grenzen.

Gott zeigt mir damit seine Beziehung zu den Menschen, die von einer Liebe geprägt ist, die sich siegreich bis ins Jenseits durchsetzt. Diese Liebe kann aber schon im Kleinen von uns als Nächstenliebe und Gottesliebe mit seinem Segen gelebt werden.
Hannes

3 Antworten zu “Von einem Ast geritzt

  1. Meines Wissens ist Jesus Christus nach seiner Auferstehung neben seinen Aposteln, seiner Mutter Maria und der Magd Maria Magdalena erschienen. Aber die beiden letzten sind Frauen und was sind Jüngerinnen? Ein drittes Geschlecht?

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  2. Hannes Daxbacher

    In den Evangelien werden Frauen und Männer, die Jesus nachfolgen, Jüngerinnen und Jünger genannt. Nach der Auferstehung sagte Jesus zu ihnen: „Geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe“ (Mt 28,19).
    Seit 2000 Jahren gehen Frauen und Männer in die Schule Jesu, um ihn und seine Lehre kennenzulernen, nach seinen Worten zu handeln und „Leben in Fülle“ (Joh 10,10) zu empfangen.

    Klicke, um auf kriterien_juengerschaft.pdf zuzugreifen


    https://www.erzdioezese-wien.at/pages/inst/14428675/text/katechesen/article/14427.html

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  3. Hannes Daxbacher

    Das Matthäusevangelium berichtet von zwei Frauen, denen Jesus nach der Auferstehung begegnet ist: Maria aus Magdala und „die andere Maria“, die nach Lukas die Mutter des Jakobus ist. Diese zwei waren Schülerinnen von Jesus Christus. Jüngerinnen ist ein anderer Ausdruck für Schülerinnen. Die anderen namentlich genannten Frauen beim Grab, denen Engel erschienen sind, sind Johanna, die Frau des Chuzas, eines Beamten des Herodes und Salome (Matthäus 28,1, Lukas 24,10, Lukas 8,3, Markus 16,1), alles Jüngerinnen von Jesus Christus.

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