Missbrauchskrise – Krise der Moraltheorie? – JoBos Blog

Dass Missbrauch ein moralisches Problem ist, sollte nicht weiter erläuterungsbedürftig sein. Doch anders sieht es mit der These aus, Missbrauch sei das Ergebnis falscher Moraltheorie. Wie ist das zu versehen?

Quelle: Missbrauchskrise – Krise der Moraltheorie? – JoBos Blog

Josef Bordat zitiert den emeritierten Papst Bendedikt XVI und sagt dann: „Der ethische Proportionalismus – eine Variante des Relativismus – bestreitet, dass es Dinge gibt, die in sich schlecht sind. Er trägt uns stattdessen auf, die Moral einer Handlung situativ zu eruieren und damit immer neu zu beurteilen, was das Beste in einer bestimmten Konstellation ist – ohne dabei eine absolute Untergrenze des moralisch Vertretbaren anzuerkennen. Damit wird nicht nur das Bessere immer wieder neu definiert, sondern auch das Böse an sich geleugnet. Benedikt stellt klar, dass ein solches Denken in einigen Fällen verheerende Folgen hat. Zum Beispiel beim sexuellen Missbrauch.“

Das ist, so denke ich, ein Teil des Problems. Der andere Teil ist die Attraktivität der Kirche (und ähnlicher Organisationen) für Pädophile, die hoffen, ihre perversen Phantasien in ihr realisieren zu können.

 

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