Kein Recht auf Abtreibung in Ö

Schwanger?

Schwanger?

Nach der Abstimmung in Irland war es notwendig, an die gesetzlichen Grundlagen in anderen Ländern zu erinnern.

In Österreich gibt es nach der Strafrechtsreform zur Abtreibungs-Gesetzgebung 1975 kein Recht auf Abtreibung, wie dies im § 96 StGB zum Ausdruck gebracht wird. Stattdessen wird im § 97 StGB Absatz 1 geregelt, welche Voraussetzungen vorliegen müssen, dass die Tat nach § 96 nicht strafbar ist:

  • „wenn der Schwangerschaftsabbruch innerhalb der ersten drei Monate nach Beginn der Schwangerschaft nach vorhergehender ärztlicher Beratung von einem Arzt vorgenommen wird; oder
  • wenn der Schwangerschaftsabbruch zur Abwendung einer nicht anders abwendbaren ernsten Gefahr für das Leben oder eines schweren Schadens für die körperliche oder seelische Gesundheit der Schwangeren erforderlich ist
    oder eine ernste Gefahr besteht, daß das Kind geistig oder körperlich schwer geschädigt sein werde,
    oder die Schwangere zur Zeit der Schwängerung unmündig gewesen ist und in allen diesen Fällen der Abbruch von einem Arzt vorgenommen wird; oder
  • wenn der Schwangerschaftsabbruch zur Rettung der Schwangeren aus einer unmittelbaren, nicht anders abwendbaren Lebensgefahr unter Umständen vorgenommen wird, unter denen ärztliche Hilfe nicht rechtzeitig zu erlangen ist.

(2) Kein Arzt ist verpflichtet, einen Schwangerschaftsabbruch durchzuführen oder an ihm mitzuwirken, es sei denn, daß der Abbruch ohne Aufschub notwendig ist, um die Schwangere aus einer unmittelbar drohenden, nicht anders abwendbaren Lebensgefahr zu retten. Dies gilt auch für die in gesetzlich geregelten Gesundheitsberufen tätigen Personen.

(3) Niemand darf wegen der Durchführung eines straflosen Schwangerschaftsabbruchs oder der Mitwirkung daran oder wegen der Weigerung, einen solchen Schwangerschaftsabbruch durchzuführen oder daran mitzuwirken, in welcher Art immer benachteiligt werden.“

Dazu werden folgende Fragen diskutiert:

  1. Wie kann einer Mutter, die ungewollt schwanger wird, geholfen werden?
  2. Hört der Anspruch „Mein Bauch gehört mir“ dort auf, wo das Leben des Kindes berührt wird? Gibt es einen grundlegenden Unterschied zwischen dem Körper der Frau und dem wachsenden Embryo?
  3. Wenn ich gefragt werde, wie bist du entstanden, sage dich dann: „Ich wurde von einer Frau geboren“ oder sage ich: „Ich wurde von einem Mann und einer Frau gezeugt“?
  4. Wann beginnt das Leben eines Kindes im Mutterleib? Mit der Befruchtung der weiblichen Eizelle? Mit der Einnistung? Wenn das Herz zu schlagen beginnt? Wenn Gehirnströme fließen? Wenn es Schmerzen spürt?
  5. Sind drei Monate (90 Tage) zu lang?
  6. Soll ein behindertes Kind so geschützt werden, dass es nicht nach 90 Tagen getötet werden darf?
  7. Ist es sinnvoll, wenn der Arzt, der die Abtreibung vornimmt, auch die Beratung übernimmt?
  8. Wie kann einer Frau nach einer Abtreibung geholfen werden?

Aktion Leben in Ö
Hilfe für Schwangere in D
Caritas in D

2 Antworten zu “Kein Recht auf Abtreibung in Ö

  1. Dieses Gesetz von 1975 sollten sich einige der übereifrigen Zeitgenossen des Selbstbestimmungsrechts wieder einmal in Erinnerung rufen!

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  2. Dazu kommt noch, dass jeder Arzt bei seiner Vereidigung ein Versprechen/ Schwur abgibt, das Leben zu schützen! Hab den genauen Wortlaut nicht mehr im Kopf. Aber der Arzt, der Abtreibungen vornimmt, verletzt seinen Berufsethos und dem gehört eigentlich die Lizenz entzogen… !

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