Ich muss es nicht allen recht machen

Jeden Freitag treffe ich mich mit einem Freund zum Fischessen. Dabei kamen wir überein, dass nicht nur Frauen, sondern auch Männer vor allem in der Arbeit Nein sagen können, ohne dass die Nächstenliebe darunter leidet. Tags darauf sprang mir ein Video ins Auge, bei dem ein Kaplan mit einem glattrasierten Kopf erklärt, warum Christen Nein sagen können. Ich schickte das Video meinem Freund und der war begeistert. Kaplan Christian Olding fragt in dem Katholisch.de-Video: Bedeutet Christ sein, dass ich nie Nein sagen darf, wenn mich jemand um etwas bittet? Er erklärt, wie man sich in diesen Situationen als Christin oder Christ verhält und kommt zu einem überraschenden Ergebnis. Als Christ muss man nicht alles mit sich machen lassen. Jesus hat sich auch zurückgezogen und hat Nein gesagt. Kaplan Christian Olding aus dem Bistum Münster: Nein zum Bösen, Ja zum Guten. Wir müssen Nein sagen zu dem, was nicht mit dem Willen Gottes gedeckt ist. (Klartext zu ist „Nein sagen“ unchristlich?)

Hier kommt das Evangelium zum Sonntag: Gott zeigt dir seinen Willen: … zur großen Liebe.
Die Matthäusgemeinde erzählt von Jesus, wie er das Gleichnis von zwei unterschiedlichen Söhnen auf die damalige jüdische Situation anwendet. Die Hohenpriester und Ältesten des Volkes gehen nicht in das Reich Gottes hinein, wohl aber die Zöllner und Dirnen. Warum das?

WeinbergIn jener Zeit sprach Jesus zu den Hohenpriestern und den Ältesten des Volkes: Was meint ihr? Ein Mann hatte zwei Söhne. Er ging zum ersten und sagte: Mein Sohn, geh und arbeite heute im Weinberg! Er antwortete: Ja, Herr!, ging aber nicht. Da wandte er sich an den zweiten Sohn und sagte zu ihm dasselbe. Dieser antwortete: Ich will nicht. Später aber reute es ihn und er ging doch. Wer von den beiden hat den Willen seines Vaters erfüllt? Sie antworteten: Der zweite. Da sagte Jesus zu ihnen: Amen, das sage ich euch: Zöllner und Dirnen gelangen eher in das Reich Gottes als ihr. Denn Johannes ist gekommen, um euch den Weg der Gerechtigkeit zu zeigen, und ihr habt ihm nicht geglaubt; aber die Zöllner und die Dirnen haben ihm geglaubt. Ihr habt es gesehen und doch habt ihr nicht bereut und ihm nicht geglaubt. (Evangelium nach Matthäus 21, 28-32)

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