Zum Tode verurteilte schwangere Christin soll zuerst gebären

Meriam und Daniel

Meriam und Daniel

Die im Sudan wegen Glaubensabfall zum Tode verurteilte schwangere Christin kann noch einige Monate leben. Sie soll zuerst das Kind austragen und gebären und wird nach zwei Jahren gehängt. Ihre Mutter, eine orthodoxe Christin war mit einem Muslim verheiratet, der die Familei verließ. Jedes Kind ist nach islamischem Recht durch einen muslimischen Vater automatisch Muslim/a. Meriam Yahia Ibrahim wurde als Christin erzogen. Nachdem sie einen Christen heiratete, wurde sie von den Verwandten ihres Vaters angezeigt. Als Muslima ist die Heirat mit einem Christen nach islamischem Recht Ehebruch und wird – wie im Koran festgelegt – mit einhundert Peitschenhieben bestraft. Es gibt eine andere Rechtstradition, die auf Hadiths (Geschichten Mohammeds) zurückgehen, die Steinigung gebietet. Weil Meriam dazu steht, Christin zu bleiben, wird sie wegen Glaubensabfall zum Tode verurteilt. Glaubensabfall bedeutet gleichzeitig Beleidigung Allahs. Die 27 Jahre alte Meriam Ibrahim befindet sich mit ihrem 20 Monate alten Sohn im Gefängnis. Dem Richter erklärte sie immer wieder, sie sei Christin und die Ehe mit ihrem Mann sei kein Ehebruch. Ihr Ehemann Daniel Wani ist verzweifelt: „Da kann ich nur beten.“ Ihr Anwalt möchte das Urteil beim Höchstgericht anfechten. Kürzlich wurde eine 18-jährige Äthiopierin, die von mehreren Männern vergewaltigt worden war, wegen Ehebruchs und Prostitution verurteilt. Angesichts dieser Vorgänge fragt man sich, ob diese Art des Islam eine Religion ist. Um als Religion anerkannt zu werden, sollten gewisse Kriterien erfüllt werden.
Links:
Berliner Zeitung
n-tv.de
Zeit online
Focus
ORF online

Eine Antwort zu “Zum Tode verurteilte schwangere Christin soll zuerst gebären

  1. Danke für den Beitrag, ich habe auch meinen Zweifel, ob diese Vorgänge noch überhaupt etwas mit Religion zu tun haben. Ist das nicht vielmehr blindwütiger Terror, willkürliche Herrschaftsausübung worin das Böse an sich sein Gesicht zeigt?!

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