Jesus wird mit Handgranaten beworfen und lebt in den Tätern

Viel Wirbel gab es wegen Romeo Castelluccis Performance „Sul concetto di volto nel Figlio di Dio“ („Über das Konzept des Angesichts von Gottes Sohn“) in Paris, Berlin und Wien. In einer Szene entnehmen Schulkinder aus ihren Rucksäcken Plastik-Handgranaten und werfen diese auf ein groß projiziertes Jesus-Bild des Renaissancekünstlers Antonello da Messina.

Die Kinder wollen das Bild zerstören, es gelingt ihnen nicht. Sie wollen Jesus in ihrer Lebensgeschichte zerstören. Es gelingt ihnen nicht. Jesus ist als ihr Sündenbock in ihrer Lebensgeschichte eingraviert. Durch ihr Verurteilen und Morden kommt er in ihr Leben. Das ist das Ziel, wofür Gott sich töten lässt. Er will bei den Tätern sein, um ihnen die Liebe Gottes zu schenken.

Eine Antwort zu “Jesus wird mit Handgranaten beworfen und lebt in den Tätern

  1. Das ist eine sehr schöne Deutung des neuesten religiösen Kulturkonfliktes in Wien. Sie setzt nicht bei den agierenden Menschen an, sondern beim Wohlwollen Gottes. Ich hoffe, dass Dompfarrer Toni Faber bei der heutigen Diskussion mit dem Regisseur auch so treffende Worte gefunden hat!

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