Atheisten! Es ist vernünftiger, an Gott zu glauben

LichtGott ist der letzte Grund, der Urgrund dessen, was existiert. Es ist vernünftig anzunehmen, dass es einen Grund gibt für alles. Es ist jedenfalls nicht vernünftiger anzunehmen, es gäbe keinen Grund für das alles.

Wir Menschen geben uns nicht zufrieden mit einem Denkverbot, wie es einige Atheisten aufstellen. Sie meinen, im 21. Jahrhundert ist es unvernünftig, an Gott zu glauben. Die Argumente gehen aber an Gott vorbei. Weder Auschwitz noch ein Tsunami. Gott wollte, dass freie Lebewesen wie die Menschen entstehen. Dadurch wurde Auschwitz eine Möglichkeit der Freiheit. Die Natur ist in Bewegung, um Neues hervorzubringen. Ein Tsunami ist dadurch eine Zumutung für uns Menschen, aber so wie Blumen, Schnee und Krankheiten eine Erscheinungsform der von Gott initiierten Dynamik eines freien Spiels der Kräfte.

Wir Menschen vergewissern uns: Ich denke, daher bin ich. Dieses Denken geht immer weiter und will alle Grenzen ausloten und überschreiten. Das, worüber hinaus wir nichts Größeres denken können, nennen wir Gott. Das, worüber hinaus wir nichts Größeres denken können: Je größer wir ihn denken, umso größer denken wir Gott. Wenn das nicht vernünftig ist …

9 Antworten zu “Atheisten! Es ist vernünftiger, an Gott zu glauben

  1. Von mir kommt volle Zustimmung zu diesen Gedanken.

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  2. An welchen von den Myriaden von Göttern, die sich die Anhänger der etwa 4.200 Religionen ausgedacht haben, sollen die armen, bemitleidenswerten Atheisten denn nun glauben?
    ALLE Religionen geben vor, den oder die einzig wahren, ja einzig existierenden Gottheiten an ihrer Seite zu haben, inklusive Gebetserhörungen und Wundertätigkeit diverser Protagonisten, wie dies in der römisch katholischen Kirche gerade dem letzten Papst zugeschrieben wurde.

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    • Nun, vernünftig wäre es, wenn die Atheisten an den einen Gott, der kein Teil des Universums, sondern ihr letzter Grund ist, glauben. Jedenfalls können sie an ihn glauben wollen. Er ist ja kein ausgedachter Gott unter vielen Göttern, sondern ist, so wie es ja auch nur eine Welt gibt, der eine und einzige Gott dieser bezaubernden Welt.
      Dass er intervenieren kann und – soweit es im Rahmen der Schöpfung möglich ist – Gebete erhört und Wunder ermöglicht, ist sehr oft bezeugt.
      Wenn er wirklich der Grund von allem ist, dann ist er allmächtig und es stellt sich die Frage, warum er nicht singulär intervenieren können soll.

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  3. Er ist ja kein ausgedachter Gott unter vielen Göttern, sondern ist, so wie es ja auch nur eine Welt gibt, der eine und einzige Gott dieser bezaubernden Welt.

    Meine Rede, jeder hält jeweils seinen Gott, oder seine Götter für den/die einzig wahren, weil angeblich einzig existierenden.
    Aber Ihr Gott ist natürlich unter den Abertausenden von Göttern, der einzige, der nicht ausgedacht ist.

    …Gebete erhört und Wunder ermöglicht, ist sehr oft bezeugt.

    Ja, genau! Leider oft genug auch von den Gottheiten anderer Religionen. Das kann somit kein Alleinstellungsmerkmal des katholischen Glaubens sein. Und nebenbei bemerkt, Wunder sind lediglich ein -sehr bedauerlicher- Mangel an naturwissenschaftlicher Forschung und Erkenntnis. Mehr oder weiger also nur eine Frage der Zeit. Ein Funktelefon in den Händen von Quintus Fabius Maximus und seiner Generäle wäre als Wunder angesehen worden, aber keines gewesen.

    Und wenn es wirklich ein Wunder gewesen sein sollte, wenn der Cunctator ein Funktelefon gehabt hätte, wäre das ganz bestimmt Jupiter gewesen.

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  4. Sie gehen davon aus, dass der gedachte Gott nicht existiert. Wie können Sie sicher sein, dass „ein Grund von allem“ nicht existiert? Wie können Sie sicher sein, dass das, worüber hinaus größeres nicht gedacht werden kann, nicht existiert?

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  5. Kann ich genau so wenig wie Sie! Aber wenn wir schon bei „ein Grund von allem“ sind, was ist der Grund von Gott? Und warum können Sie sicher sein, das etwas existiert, das über das größte, das gedacht werden kann, hinaus noch größer ist, oder sein soll, oder sein kann. Wie können Sie überhaupt über irgendetwas von Gott sicher sein? Ich bin sehr gespannt, welche Antwort die Neurobiologen finden werden, die auf diesem Gebiet forschen, nachdem die viertausendzweihundert (in etwa!) Religionen auf der Erde, noch nie eine vernünftige (vernünftig im Sinn von rational) Antwort geben konnten, mangels jeden belastbaren Belegs. Man muss halt Glauben und gut ist’s. Fragt sich für wen.

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    • Sie schreiben: was ist der Grund von Gott?
      Ich nehme einmal an, Gott ist der Urgrund und der letzte Grund von allem.
      Sie schreiben: Und warum können Sie sicher sein, dass etwas existiert, das über das größte, das gedacht werden kann, hinaus noch größer ist, oder sein soll, oder sein kann.
      Nun, „das, worüber hinaus Größeres nicht gedacht werden kann“ wird ja gedacht. Es ist nur eine gedachte Grenze des Denkens damit gemeint. Ich gehe vom Denken aus. Wir Menschen denken immer umfangreichere Dinge. Je nachdem, was ich denke, so gibt es Grenzen des Denkens. Gott, so nehme ich an, ist das, worüber hinaus ich nichts Größeres denken kann.
      Hätte Gott zum Beispiel noch einen Grund, wäre er nicht das, worüber nichts Größeres gedacht werden kann.

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  6. Ein Urgrund, der selbst keinen Grund benötigt? Und das glauben Sie, wenn ein Satz vorher verkündet wird, dass alles einen Grund haben muss? Dazu braucht man wirklich einen ganz besonders starken Glauben und wahrscheinlich auch eine gewisse religiöse Logik, die einen dann auch scheinbar aus der Klemme der Theodizee befreit. Diese Logik ist mir fremd, Gott sei Dank!

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  7. Ich habe nie gesagt, dass alles einen Grund haben muss.
    Es gibt Geschenke von Gott, die mir ohne Grund gegeben werden.
    Ich bin oft grundlos glücklich, fühle mich grundlos beschenkt.
    Er ist der letzte Grund, der Urgrund, der mich beschenkt und mich rechtfertigt, wie Martin Walser bemerkt. Übrigens, er hält einen Vortrag in Wien: Fr. 23. November hält er um 18 Uhr die Jan-Patocka-Gedächtnisvorlesung zu dem Thema „Rechtfertigung“ im Palais Liechtenstein (1090 Wien, Fürstengasse, Veranstalter ist das IWM).
    Diese Logik, die Sie beschreiben, ist auch mir fremd, Gott sei Dank!

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