Die Verdoppelung der Liebe

Passion und Ostern: Jesus liebt seine Feinde

Jesus merkte, dass das Reich Gottes in Israel nicht so gut wächst. Er wollte ja alle Menschen unter Gottes Flügel sammeln und Zion zu einem Berg des Gebetes machen. Er sah den Widerstand und weinte über Jerusalem. Seine prophetische Predigt und sein prophetisches Zeichen im Tempel verstärkten eher den Widerstand gegen das Reich Gottes, das er als Reich der Liebe sah. Die Alternativen, sich wie die Essener in die Wüste zurückzuziehen, oder gewaltsam ein Reich Gottes zu errichten, waren durch die Themen der Bergpredigt nicht denkbar. Auf welchem Wege konnte er die Feinde gewinnen?

Er sah einen Weg, der aber gefährlich war. Er wollte sich in die Höhle des Löwen begeben und die Liebe verdoppeln. Es ist die Liebe, die er gepredigt hat und die Liebe, die er von seinem Vater im Himmel bekam. Zur Liebe der Gewaltlosigkeit mit dem Hinhalten der anderen Wange kam jetzt die Liebe zum Täter hinzu, der selber Opfer der Gewalt ist. Seine Feinde sah er als Opfer der Gewalt, des Bösen und der Sünde. Paulus wird später schreiben: Hasse die Sünde, aber liebe den Sünder. Das machte Jesus in Jerusalem im Jahr 30 n. Chr. und starb zum Paschafest am 9. April.

Malchus, dem Beamten der Tempelwache, heilte er das Ohr, das ihm Petrus abschlug. „Steck das Schwert weg!“, sagte Jesus, und: „Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen.“ Die Tempelwache nahm Jesus fest, brachte ihn zu Annas und dann zu Kaiphas, dem Hohen Priester. Die Beamten verdeckten sein Gesicht, schlugen ihn und fragten: „Wer hat dich geschlagen?“ Er wird zum Opfer des Sündenbockmechanismus.

Petrus wechselte die Seiten und verleugnete Jesus: „Ich kenne ihn nicht.“ Als Jesus ihn anblickte, weinte er.

Diesen Seitenwechsel der Jünger befürchtete Jesus und ermahnte sie, nicht zu schlafen. Bei Judas sah er, dass dieser seinen Entschluss gefasst hatte. Da konnte er ihn nicht mehr vom Verrat abhalten. Judas bereute, sah keine Vergebungsmöglichkeit und erhängte sich.

Alle seine Feinde, Annas, Kaiphas, Pilatus, Herodes Antipas, Beamte der Tempelwache, Römische Soldaten, abgefallene Jünger und die „Kreuzige ihn “ schreienden Menschen waren Täter des Bösen und Opfer der mimetischen Verblendung.

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